LUISA (siehe Foto, links in grün) ist beinahe 70 Jahre alt und lebt mit ihren 19 Katzen und 2 Hunden in einem nur knapp 40m2 kleinen Haus im Nachbardorf, sie kann kaum lesen und noch weniger schreiben, hat nur wenige Jahre die Schule besucht und musste schon als Kind arbeiten. All dies hat sie aber die davon abgelhalten den Tieren zu helfen und sie ist eine unermüdliche Tierschützerin, kocht jeden Tag Fleisch- und Fischreste die man ihr auf dem Markt schenkt zusammen mit 3kg Reis zu einem Katzenmenu, welches sie den streundenden Katzen im Dorf verfüttert. LUISA ist aber auch total für die Kastrations von den Tieren und wann immer sie mal 40eur übrig hat, schleppt sie wieder eine Katze zum Tierarzt. Sie hat es so mit Hilfe der Vets geschafft, bereits über 30 Katzen und Kater unfruchtbar machen zu lassen. Und das alles im totalen Alleingang und zwar schon seit Jahren. Sie bequatscht die Nachbarn stundenlang wenn’s sein muss, dass sie ihren Hund oder die Katze operieren lassen sollen, redet oft an eine Wand aber immer öfters schafft sie es, den einen oder anderen zu überzeugen und so trägt sie viel zum Tierschutz in unserem Ort bei. Ihre sanfte Stimme wird aber auch oft harsch und rauh wenn sie vor allem die Männer gegen die Kastration ihrer Rüden wehren mit dem Satz: “Hombre, la hembra si pero el macho no. Dejalo disfrutar de la vida!” (Mann, die Hündinn OK, aber dier Rüde nicht. Lass ihn seine Lebensfreude haben!) Da wird LUISA giftig und sagte doch sogar zum Bürgermeister: “Seras machista! Hablo de los huevos del perro y no de los tuyos!” (Was für ein Macho! Ich spreche von den Eiern des Hundes und nicht von Deinen!) Da kennt LUISA nichts! Ihr hättet die Augen des Bürgermeisters sehen sollen, ein Bild für die Götter… wie diese kleine Frau dem dickbauchigen fast 190cm grossen Mann das Wort zum Sonnag hustet.
An vergangenen Sonntag hat LUISA mit einer Freundin einen Ausflug zum Strand gemacht um dort Paella zu essen. Typpisches Sonntagsmenu! Doch dazu sind die beiden Frauen nicht gekommen, denn auf der Schnellstrasse zum Meer fanden sie diesen kleinen Hund der schwer verletzt auf der Überholspur taumelte. Die Fahrerin, die Tierfreundin Luisa hat es geschafft, trotz viel Verkehr etwas weiter unten anzuhalten und auf dem Pannenstreifen sind die beiden Frauen mit heftig winkenden Armen zurückgelaufen. Dank der guten Reaktion der anderen Automobilisten konnen sie für einige Sekunden den Verkehr anhalten, den kleinen schwarzen von Zecken total übersähten Hund schnappen und ins Auto tragen. Der Kleine hat vor Angst und schmerz wild um sich gebissen aber einmal sicher im Wagen wurde er ruhiger und sie sind schnurstracks in die Tierklinik in Calafell gefahren.
Dort sind Röntgenaufnahmen gemacht worden und es wurde festgestellt, dass der Hund einen mehrfachen Beckenbruch und vor allem einen Oberschenkelbruch hatte und operiert werden musste. Luisa ist es gleich schlecht geworden, denn sie lebt von 524eur im Monate und eine OP an einem Sonntag übersteigt nun bei weitem ihre finanziellen Möglichkeiten. Aber was sollte sie machen, der kleine Hund ist noch jung und hat es verdient geheilt zu werden. Da das arme Tier aber auch noch beinmager und schuppiges Fell hatte, wurde ein Leishmanioseschnelltest gemacht der leider positiv ausfiel. Der Zwerg hat dann noch ein komplettes Blutbild bekommen was ausser Anemie keine Probleme aufwies.
So hat sie halt OK zur OP gesagt und ab ging’s mit dem Hundchen in den OP Raum aber vorher musste man ihm noch über 100 Zecken entfernen. Die OP ist gut gelungen, der Kleine wurde SUERTE (GLÜCK) getauft und frisst schon wieder wie ein Scheunendrescher obwohl im viele Zähne im Unterkiefer wackeln nach dem brutallen Unfall mit einem Auto aber das wird sich auch wieder regeln meinen die Veterinäre. Es wurde ein Nagel in den Oberschenkelknochen gesetzt und mit einer sogenannten Cerclage befestigt. Die OP hat SUERTE gut überstanden und eine Freundin von uns hat den Pudelmix jetzt in Pflege, denn da LUISA kaum lesen kann, kriegte sie das mit den ganzen Tabletten, wann wieviel und wie nicht so richtig gebacken. Aber sie fährt jeden Tag hin und besucht ihren Schützling, das lässt sie sich nicht nehmen.
Was jetzt natürlich fehlt sind Spenden, damit LUISA die Vetkosten von 271eur ersetzt bekommt, denn ohne Eure Hilfe kommt sich nicht bis zum Ende des Monats. PRO-GALGO hat ihr schon mal die Medikamente gesponsort und der Verein PASOS in Vendrell hat ihr das Glucantime für die Leishmaniosebehandlung zur verfügung gestellt aber eben, die 271Eur muss sie ohne Hilfe ganz alleine berappen.
Spenden per http://www.paypal.com an pro-galgo@total-barcelona.com . LUISA traut sich nicht, ihre Bankdaten zu veröffentlichen. Sie versteht das Internet und solche Sachen nicht, wer uns aber schreibt, bekommt ihre IBAN gerne per email zugesandt.
pro-galgo@total-barcelona.com